"Häuser der Gastfreundschaft" waren immer umkämpft - bis hin zu 'Stör-Agenten'... Eine fiktive Beispiel-Story...

Oeff_oeff
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"Häuser der Gastfreundschaft" waren immer umkämpft - bis hin zu 'Stör-Agenten'... Eine fiktive Beispiel-Story...

Beitrag von Oeff_oeff »

Ein Teil des "Dargelütz-Projekts von Schenker-Bewegung" ist ein sogenanntes "Haus der Gastfreundschaft (HdG)", wo wir immer versuchen wollten, möglichst bedingungslos und menschheits-familiär mit-menschliche Brüder und Schwestern aus Not auf-zu-nehmen ((- mit im Moment allerdings personal-bedingt recht wenig Handlungs-Spielraum; wer sich da was zutraut, als Mitwirkender, bitte dazu-kommen, bzw. mich erstmal anrufen: 015785065676... -))... Solche "Haus der Gastfreundschaft"-Projekt-Elemente hatten wir auch in anderen Projekten, in anderen Gegenden Deutschlands... Ich erzähle Euch im Folgenden eine 'Problem-Geschichte' aus einem HdG-Projekt im Lande Irgendwo...

So ein "Haus der Gastfreundschaft" ist immer eine schwierige Sache bzw. ist 'umkämpft'...
Meist ging die Gefahr von 'straßen-kriminellen Elementen' aus, auch in Verbindung damit, dass wir in einem "Haus der Gastfreundschaft" auch 'sehr gestrandete Menschen' aufgenommen haben...


Aber wir bekamen zwischendurch, vor ein paar Jahren, auch mal eine auffallend andere Ebene. Statt dass ein drogen-berauschter, halb-unzurechnungsfähiger Torkel-Typ mit Messer auf einen los-gehen würde, war da jemand, der sich sehr kontrolliert verhielt, und nachdem er anfangs kam mit der Ankündigung, uns bzw. dem Projekt helfen zu wollen, sich dort immer mehr fest-zu-setzen versuchte und das Projekt erkennbar 'zu Tode lähmen wollte'...
Er verfügte über Mittel und Möglichkeiten (einschließlich Ämter-Connections...), die für mich den Eindruck erweckten, dass da jemand als Teil einer Strategie agierte...

Naja, unsere Strategie dagegen ist seit mehr als 30 Jahren der Überzeugungs-Versuch, dass unsere Inhalte für jeden denkenden Menschen (auch die Regierenden und jedenfalls ihre wissenschaftlichen Berater) überzeugend genug sein können, so dass man es sinnvoll finden kann, uns und unsere Projekte am Leben zu lassen...
Im Moment ist die politische (und wirtschaftliche) Steuerung in Deutschland und der Welt in für alle bewusster Weise sehr von kurzsichtigen Durchsetzungs-Motiven geleitet, und gefährlich weit entfernt von langfristiger Verantwortlichkeit bzw. ganzheitlicher Nachhaltigkeit... Wir von Schenker-Bewegung sind eine gewaltfreie Widerstands-Bewegung gegen diese kurzsichtige Veranwortungslosigkeit, und wollen globale Verantwortung zum Leit-Motiv machen, und das auch in unserem Leben vor-leben, so gut wir können... (-- mit 'Reife-Maßstäben' wie "Postconventional Level", "Beutelsbacher Konsens", "Menschheits-Konsens-Demokratie" etc...)
Ich glaube, wenn überhaupt solche alternativen Lebens-Modelle am Leben bleiben könnten (bis vielleicht eines Tages Menschen oder KIs den Schritt auch zu so einer Verantwortungs-Einstellung machen und man sich die Hände bzw. Schrauben reichen kann...), dann ist unser Ansatz von Schenker-Bewegung besonders argumentativ überzeugend... ((Vgl. viewtopic.php?f=36&t=156 ))
---- Naja, ich glaub, anders geht es noch weniger... -- also versuchen wir, was wir können
...


Der, ich nenn ihn mal "Stör-Agent", der vor ein paar Jahren ins "Haus der Gastfreundschaft" im Lande Irgendwo dazu-kam, hatte in der Anfangs-Zeit eine Mail-Adresse, die er aber irgendwann abgestellt hat... Ich hatte eine letzte Email geschickt, wozu ich aber eine Fehler-Meldung erhielt, dass sie nicht angekommen sei...
Naja, ich ging danach einfach davon aus, dass der Gute viele Möglichkeiten hatte, über mich informations-mäßig auf dem Laufenden zu sein (das hatte er des öfteren bewiesen...) -- und deshalb setzte ich den Mail-Inhalt einfach in eins unserer Foren, und ging davon aus, dass er es lesen können würde...
Es ging mir dabei - damals wie heute - bei vielen Stories, die ich erzähle, erstmal nicht darum, ein Geschehen bzgl. Zeit, Ort und konkreten Personen fest greifbar zu machen, weshalb ich 'anonymisiert und märchenhaft verzerrt schreibe'. Ich will aber inhaltliche Struktur-Zusammenhänge voll authentisch sichtbar machen, so dass es 'gültige Nahrung' für allseitige Reflektion und gern auch wissenschaftliche Forschung sein kann...

Hier die letzte Mail, die ich an den "Stör-Agenten" schrieb, und die ich nun auch hierher kopiere:





"Was sind verantwortbare 'Rechte'? - Stehen wir nicht vor einer langen 'Geschichte des Gastfreundschafts-Missbrauchs'? - Welche Argumente gibt es gegen ein schönes Konzept der Gastfreundschaft und Nächstenliebe unter Menschen?"


Hallo, Gerald!

Es juckt mich doch in den Fingern, wo Du das Thema '(Haus-)Rechte' bzgl. "Haus der Gastfreundschaft (HdG)" angesprochen hast, nochmal was Grundlegendes (und für Dich sicher auch prickelnd Spannendes ;-) ) dazu zu sagen...
((Kennst ja mein Kommunikations-Prinzip: "Du musst den Menschen immer die Wahrheit sagen -- und Du musst es ihnen immer so sagen, dass es ihnen gefällt..." ;-) ))

Du kamst bei uns zu Schenker-Bewegung dazu, indem Du sagtest, Du würdest unseren alternativen Ansatz noch un-ausgereift finden und hättest die Kompetenz, Konzept und Praxis deutlich zu verbessern... Auf eine Weise, die auch wirklich effektiv funktionieren könne...
Kurz gesagt war der Kern Deiner Kritik, wenn ich recht verstand:
Die Menschen seien nicht so, wie von uns unterstellt [[siehe im Anhang eine Radikalo-Diskussion aus der HdG-Frühzeit darüber, wie konsequent wir Gewalt- und Bedingungslosigkeit gegenüber HdG-Gästen praktizieren könnten...]], auf freiwillige Denk- und Verantwortungs-Bereitschaft ansprechbar (- 'will keiner und macht keiner richtig mit', z.B. meine "FreieArgumenteKultur"-Foren usw...), und deshalb brauche man mehr (autoritäre) Lenk-Mechanismen (wie im bestehenden 'Demokratie'-System, für dessen Richtigkeit Du Dich ja erkennbar immer stark zu machen versuchst)...
Und deshalb wäre auch der Ansatz unserer "alternativen Sozial-Arbeit" unrealistisch überzogen, denn wir würden den Leuten zuviel in Chaos und Schäden führende Freiheiten lassen, wo gelenktere DIY- oder DIT-Konzepte besser geeignet seien, um sie 'aus ihren Sümpfen an rettende Ufer zu bringen'...

Dahinter sehe ich als gemeinsame Werte-Orientierung:
Mit soviel Freiheit (einschließlich Stimulierung freiwilliger Bereitschaft), wie es möglich ist und TATSÄCHLICH FUNKTIONIERT, ein gutes, mit-verantwortliches Sozial-Verhalten zu erreichen...
Wieviel freiwilliges Mitmachen als möglich und praktisch 'andockbar' versucht werden sollte... -- da liegen unsere 'unterschiedlichen Akzente'...
AAAABER: Ist das besser als 'Gegeneinander bzw. einander ausschließendes Entweder-Oder' auf-zu-fassen, oder als eine sinnvolle 'graduelle Stufen-Arbeit', die sich wertvoll ergänzen kann?

In einer vorhergehenden Mail formulierte ich folgendermaßen, wahrscheinlich auch noch im Konsens zwischen uns: Irgendwie müssen wir eine Steuerung der Gesellschaft schaffen, wo sich Augenblicks-Motive und -Durchsetzungs-Möglichkeiten mit langfristiger Verantwortlichkeit ("ganzheitlicher Nachhaltigkeit") in Einklang bringen lassen ----- was ja nichts anderes heißt, als dass derart 'freiwillig (gesamt-)verantwortliche Menschen' an die entscheidenden Steuer-Ruder gesetzt werden müssten... --------------
was dann aber doch als notwendige Schluss-Folgerung einschließt, dass wir irgendwelche (ja sogar entscheidende!) Menschen (- wenn nicht - wie es die 'demokratische' Hoffnung ist - die 'breite Masse', dann darüber stehende 'lenkende bzw. dressierende Eliten' -) als FÄHIG zur SELBSTÄNDIGEN GROSSEN FREIHEIT UND VERANTWORTUNG betrachten müssen, ohne Vor-Münder, die sie dahin ziehen müssen... -- weil sonst kein Verantwortungs-Fähiger bzw. keine Verantwortungs-Fähigen am letzten Steuer sitzen können...

Der große Traum von der vollen FREIWILLIGEN (GESAMT-)VERANTWORTLICHKEIT von Menschen ist also nicht ganz als wertlos zu stempeln und beiseite zu werfen!
Weniger 'Verhaltens- bzw. Funktions-Korrektheit' den Menschen bei-zu-bringen, kann auch schon gut und nützlich sein -- aber wir kommen nicht ganz ohne die Stufe der großen, 'globalen' bzw 'ganzheitlichen' Verantwortungs-Freiheit aus (-- wofür wir von Schenker-Bewegung mit Haut und Haaren und ganzem Einsatz arbeiten wollen)!
Kann man dann nicht Menschen dankbar sein, die sagen: "Wir wollen soviel wie möglich an derartiger Verantwortungs-Freiheit aus den Menschen heraus-kitzeln, und dafür sind wir bereit, bis ans Äußerste mit dem Ausprobieren zu gehen, wieviel in Freiwilligkeit, ohne Ausübung von Zwang, mit Menschen schon gehen kann?... Uns ist dieser Respekt vor der in den Menschen schlummernden Freiheits-Fähigkeit so viel wert, dass wir für solches Testen von Freiheits-Grenzen viel Opfer-Bereitschaft auf-zu-bringen bereit sind, und schlechte Folgen auf uns zu nehmen bereit sind, wenn die Menschen, mit denen wir arbeiten, es (noch) nicht schaffen... ...?" ((Spannende Frage ist immer auch an die betreffenden (Betreuungs-)Menschen: "Wie wertvoll findet Ihr es, wenn Ihr mit solcher Hoffnung auf Eure Freiheits-Fähigkeit behandelt werdet?"...))
Wie sinnvoll ist es, dazu zu sagen: "Unsinnige Illusionen, was Ihr da macht (oder gar schädlich)!", oder - kompromiss-bereiter - zu sagen: "Gut, ich wäre nicht bereit, soviel Opfer zu bringen, wo es unwahrscheinlich ist, dass die Menschen es verstehen und positiv aufnehmen können... Aber wenn Ihr dazu bereit sein wollt... Tatsächlich wäre es ja schade, wenn ein Mensch einfach durch Ansprechen seiner Freiheit hätte erreicht werden können, und man hätte es gar nicht ausreichend versucht, sondern zu schnell mit Zwang gearbeitet... Und wieviel Weckung solcher Freiheits-Verantwortung brauchen wir, bei 'demokratischen Wählern' (d.h. in der 'politischen Arbeit') oder bei 'devianten Menschen' (in der 'sozialen Arbeit')? Kann man dafür eigentlich zuviel tun bzw. zuviel Anstrengung oder Opfer-Bereitschaft auf-bringen?..."

Wenn man das so im Ganzen bedenkt ((- auch dass es wissenschaftliche Grundlagen solcher Vorstellung von Verantwortungs-Freiheit bzw. -Reife gibt, siehe "Postconventional Level" etc. -...; und dass auch in der Realität Menschen sowas grundsätzlich leben können, wo ich wohl nicht der einzige bin, der so einen Anspruch erhebt und sich als 'menschliches Versuchs-Kaninchen' an-zu-bieten bereit ist...; und dass es in großen religiösen und philosophischen Lehren der Menschheits-Geschichte als hohe Weisheit bzw. gar 'göttlicher Wille' dargestellt wird, so gewalt- und bedingungslos wie möglich mit Mit-Menschen um-zu-gehen..., usw... -)) ----- warum sollten dann nicht 'stärker bedingungs-setzende Therapeuten', wie Du wohl arbeiten würdest, neben 'bedingungsloseren Therapeuten', wie mir z.B., stehen können, sogar in ein und derselben 'Sozial-Arbeits-Werkstatt', und der Bedingungs-Setzendere würde sagen: "Ok, versuch erstmal Dein Glück, wie weit Du kommen kannst... - und wenn es zu sehr an Grenzen stößt, übernehme ich die weitere Entwicklung mit verstärkten Lenk-Mechanismen, die dann offensichtlich unverzichtbar sind..."

Ich und die anderen Schenker (TüTü und andere, die auch viel Anstrengungs- und Opfer-Bereitschaft mit rein-gesteckt haben...) haben viele Jahre mit der Vorstellung von so einem 'Stufen-(Kooperations-)Konzept' in den "Häusern der Gastfreundschaft (HdGs)" gearbeitet...
Auch im Sinne, dass von den vielen freien Menschen, die dazu kommen, als Mit-Idealisten oder Betreuungs-Fälle, dabei 'eigen-dynamisch' eine soziale Balance-Struktur entstehen könnte, wo die Sozial-Kompetenteren, einzeln und in Gruppe miteinander, so als 'Puffer' wirken könnten, im Sinne: "Wenn die radikal-pazifistischen Schenker zu sehr an Grenzen stoßen, und irgendwelche unverschämten Gäste zu dominant, aggressiv oder zerstörerisch werden wollen -- dann können wir mit unserer ja noch begrenzt gegebenen Bereitschaft, auch Gewalt zur sozialen Stabilisierung ein-zu-setzen, dazwischen-gehen und die Rahmen-Sicherung übernehmen..."

Du bist ein 'Spezial-Fall'... Von den in den vergangenen Jahr-Zehnten in HdGs angekommenen 'Gästen' kam niemand auf die Idee, das Projekt insgesamt an sich reißen zu wollen... Z.T. vielleicht auch aus Dankbarkeit, selbst dorthin ja auch eingeladen und aufgenommen worden zu sein... -- überwiegend aber wohl, weil die Leute oft nicht einmal imstande waren, für sich einen geordneten Haushalt zu führen, geschweige denn so ein (Projekt-)Haus -- dessen inhaltliche Bestimmung auch von so gut wie niemandem in-frage-gestellt wurde... Fast alle fanden die Grund-Idee so gut, dass sie irgendwie weiter-gehen sollte...

Im Sinne der eben beschriebenen "Balance-Struktur" (- wenn die Schenker als Radikalo-Pazifisten an Grenzen stoßen würden, dass dann andere "Verbündete" die Rahmen-Sicherung übernehmen könnten -), ist mir im Moment natürlich lieber, wenn meine "Vereins-Verbündeten", die schon seit Jahren auch als "HdG-Unterstützer-Kreis" von mir bevollmächtigt wurden zur Weiter-Regie im HdG, es schaffen (- voraus-gesetzt, der 'Rechts-Staat' wäre dafür auch noch funktions-fähig genug -), Dich zum Gehen zu bewegen...
Wenn nicht (- vielleicht auch weil die 'politische Recht-Sprechung' zu dominant dafür geworden ist... -), und vielleicht Du sogar mit Staats-Unterstützung da 'das Steuer an Dich gerissen haben solltest' --- dann finde ich aber spannend, wie Du/Ihr mit der übernommenen Örtlichkeit weiter umgehen werdet bzw. was Ihr als 'verantwortlichen Umgang' erachten werdet...
Wenn Dein Kommen in unser HdG dazu führen würde, nicht dass da ein tausendfach verbessertes soziales Heilungs-Projekt entstanden wäre dadurch, sondern keines mehr, oder ein schlechteres..., wäre das in Deinem(Eurem) Sinne?
Und ist das bisherige Konzept wirklich so vollständig gehaltlos, dass es nicht irgendwie integrierenswert sein könnte, sondern abgeschafft oder ersetzt werden könnte/sollte? Ergibt das Verbesserung?
Ich kann nicht erkennen, dass man im Geschehen etwas anderes als klaren "Gastfreundschafts-Missbrauch" sehen kann, moralisch, juristisch oder wie man es sonst auch kategorisieren will...

In diesem Sinne, das wollte ich nochmal mit ins Reflektieren geben...

Namaste. Mit liebem Gruß...
Öffi
Vor Einzel-Argumentationen: WILLST DU ÜBERHAUPT NACH ARGUMENTEN GEHEN?
Grund-Weiche: Lasst uns als "Denkende Tiere bzw. Wesen" nach richtigem Denken gehen... (u.a. - in ganzheitl. Harmonie...)
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