Basieren die SB-Methoden und -Erkenntnisse auf echter Weisheit oder sind sie Ergebnis charakterlicher Einseitigkeit?

luis
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Registriert: Mi Aug 11, 2021 1:57 pm

Basieren die SB-Methoden und -Erkenntnisse auf echter Weisheit oder sind sie Ergebnis charakterlicher Einseitigkeit?

Beitrag von luis »

Soo oft hör ich von Gesprächspartnern, dass das Schenker-zeug eher zu verkopft is. Anfangs hat mich das noch mehr verunsichert, mittlerweile überzeugt mich ziemlich, dass angeblich weder verstand, noch Vernunft, noch Herz, noch gefühl zu wenig beachtet werden. Aber je weniger Leute sich skeptisch abwenden, um so weniger verunsichert bleibe ich (wobei natürlich auch möglich ist, dass meine Verunsicherung an meiner verkopftheit liegt, und dass ich Gewissheit hätte, wenn ich in der Lage wär, mehr auf mein gefühl zu hören), deshalb versuche ich, mit allen diese fragen zu klären.
So wie ich öffi versteh, ist die Vernunft die Dirigentin, die Herz und verstand und gefühl im richtigen maß zur Geltung kommen lässt. Klingt akzeptabel, realistisch.
Lausch ich allerdings Antonia, kann man sich in verkopftheit (vermeintlich vernunft?) verlieren, wie in nem Labyrinth und mit dem gefühl findet man heraus.
(Mir persönlich ist egal, wer dirigiert, solange balance herrscht. Das könnte auch heißen, dass je nach Charakter ein anderer Dirigent sinn macht.)
Öffi bringt oft das Titanic Beispiel: solange unser Schiff (zB das gute alte Raumschiff Mutter Erde) auf den Eisberg zusteuert (zB Artensterben, verhungerde Kinder seit ich denken kann, plastimüll-kontinente, impfzwang, digitale Diktatur, Klimaerwärmung) ist es unangemessen, sich mit Selbstfindung, feng shui, permakultur, gesundheit, ja: mit IRGENDWAS anderem als mit einer kurs-berichtigung unseres Schiffes zu beschäftigen.
Allerdings: ist dieses titanic-beispiel zu verkopft/überhaupt zutreffend? Gäbe es Artensterben nicht auch ohne den Menschen? Gab s evtl immer schon verhungernde? Is Klimaerwärmung panikmache, um verängstigte Menschen leichter zu beherrschen (mit Klima-lockdowns zB)? Werden nicht neue Spezies entstehen, die von Plastik leben? Hätten impfzwang (ab wieviel Nachteilen --weil man sich nicht impfen lässt-- darf man indirekten impfzwang direkt als impfzwang bezeichnen?)
und digitale Diktatur nicht auch wieder Vorteile/Lernfelder, die ihren eigen wert haben?
Dennoch: wie zynisch/sträflich unangemessen ist es, von den Lernfeldern zu sprechen, die KZs und verhungernde Kinder bieten, in einer Art, die nahe legt, dass man besser nichts tut, um sie zu verhindern? Wie sehr neigt man zu derart relativierenden Argumentationen aus Trägheit/Feigheit/Überforderung?
Im nachhinein kann man oft besser beurteilen, ob man mit seiner Einschätzung/seinem gefühl/seiner Analyse richtig lag. Oft ist es dann zu spät. Die allermeisten Gesprächspartner wollen diese fragen nicht so gründlich wie möglich prüfen. Statt jeden diskussions-teilnehmer seine Blickwinkel vollständig darlegen zu lassen und durch tabulosen austausch jede Verunsicherung zu überwinden (die bleiben muss, solange klar ist, dass nicht alle ideen auf dem Tisch sind)
blocken sie ab, behaupten, das sei zu anstrengend, für solch entscheidende fragen fehle die Zeit. Sie wollen nichts ändern müssen an ihrem lebenskonzept (Beruf, Lebensstil etc).
Wie spannend wäre es, wie viel/eigtl eher: wie wenig Zeit würde es kosten, ALLE Perspektiven zu hören, zu verstehen, Schlussfolgerungen zu vergleichen und ihre Begründungen abzuwägen?
Volkssport gewissensreinigung. Ich glaube: es gibt nix lohnenderes, es würde nich soo lang dauern, es würde "alles" ändern, und je mehr Leute mitmachen, speziell beim umsetzen der Konsequenzen, um so leichter wird alles, um so sanfter is das hinübergleiten in die ganzheitlich nachhaltige Lebensweise.
Naja: vlt sind öffi, Dylan und ich aber auch nur speziell verkopfte menschentypen, und andere Typen operieren mehr mit gefühl.
Was gibt es für weitere Typen und ist es möglich eine gemeinsame "Sprache" zu finden (Verantwortungs-esperanto?) , uns typen-übergreifend auf effizienz-kriterien zu einigen?
Gibt es sowas wie objektive Wahrheit?
Alle blinden haben s mit dem gleichen Elefanten zu tun:
Der, der den Rüssel erfühlt ebenso wie die, die den Schwanz, die Ohren und die stosszähne abtasten.
Wenn sie die Positionen tauschen, hat jeder den Elefanten "vollständig" abgeklopft.
Oder is es komplizierter (gar zuu kompliziert)?
Fühlt sich der Rüssel für jeden einzelnen zu unterschiedlich an?
Schaffen wir s experimentier-offene jeden menschentypus zusammenzubringen und ein Esperanto-vokabular der welt-empfindung zu erstellen, das jedem spezial-typus in seinen Dialekt übersetzt werden kann?
Wer is bereit, mitzuexperimentieren oder kennt wagemutige, die er unserer digitalen Kommune empfehlen kann?
Die Kommune tagt immer samstags zur TV-primetime: 20:15, bisher via globafy, funktioniert aber wohl jüngst nich mehr richtig bei allen..
Ich komm mal zum Schluss ;)

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